Stuttgart 13.03.2021

Am Samstag den 13.3.21 kam es im Stuttgarter Schlosspark zu einer Kundgebung unter dem Motto
„ Ein Jahr lang Lockdown – es reicht“

Etwa 2000 Teilnehmer trafen sich bei Wind und Regen unter freiem Himmel. Auch politisch standen die Zeichen auf „Sturm“:

Der thematischen Fokus der Demonstration waren im Einzelnen:

Gesellschaftlicher und damit indirekter Impfzwang, bei gleichzeitig noch nicht abschätzbaren Risiken.

Psychische Schädigung der Bürger – insbesondere der Kinder – durch Abstandsregeln und Testungen.
( „Kinder bekommen Schuld an Erkrankung Dritter.“ )

Das natürliche Bedürfnis nach menschlicher Nähe wird negativ belegt.

Schädigung der Lunge durch das permanente Maskentragen, daraus resultierende Anfälligkeit für Lungenkrankheiten.

Gesellschaftliche Spaltung – weil kein echter Diskurs zugelassen wird.

Aber es wurden auch andere Themen aufgegriffen, wie die Schlechterstellung heimischer Bauern gegenüber ausländischen Lieferanten.

– Beschlossen im Windschatten von der aktuellen Corona Politik.

Nach einer Stunde beendete der Versammlungsleiter die Veranstaltung.
Die Ordnungskräfte wiesen mehrfach darauf hin, dass die Veranstaltung aufgelöst sei und dass die Demonstranten in kleinen Gruppen den Weg nach Hause einschlagen sollten.

So traten mehrere Gruppen von je etwa 300-500 Menschen in unterschiedlichen Richtungen den Heimweg an.

Doch die freundschaftliche Verbundenheit war zu groß, um sich sofort zu trennen und der Weg nach Hause war weit und mit vielen Umwegen gespickt.

Vermutlich wurde der Zug nun von Ortsunkundigen angeführt? – Man weiß es nicht.

Es wurde spontan die Straßenseiten gewechselt, über Bundesstraßen, Haupt- und Nebenstraßen, links, rechts und wieder zurück – ohne erkennbares Muster. Ein Katz- und Maus Spiel begann. Dazu riefen die Demonstranten „Frieden, Freiheit – keine Diktatur!“ Dafür bekamen Sie von Passanten und Autofahren spontane Sympathiebekundungen und Applaus. Es gehen ganz offensichtlich nicht alle Menschen auf die Straße, die etwas an der aktuellen Politik auszusetzen haben.

Um 16.00 Uhr hatte es die Polizei schließlich doch geschafft und die Demonstranten in der Sophienstraße in der Nähe des Rotebühlplatzes einzukesselt.
Jetzt konnte man die Stimmung der Demonstranten mit Händen greifen:

Diese Menschen wollten nicht eingesperrt sein! Nicht in Ihrem Haus, nicht unter Masken und nicht in diesem Kessel.

Ich balancierte mich auf einem Absperrgitter unmittelbar zwischen den Einsatzkräften der Polizei und den aufgebrachten Demonstranten. Die Menschen wollten raus und schoben von hinten nach. Bestimmt 200 Menschen drückten gegen ein Dutzend Beamte. Schließlich durchbrach der schiere Druck die Polizistenkette und die Demonstranten strömten durch die entstandene Lücke.

Es gab ein gegenseitiges Geschubse und die Polizei setzte Pfefferspray ein. 5-10 Demonstranten wurden hierbei leicht verletzt.
Einsatzkräfte kamen augenscheinlich nicht zu schaden.
Daraufhin ließ die Polizei die anderen Teilnehmer kontrolliert aus der Straße abströmen und setzte Ihr Deeskalationsteam ein.

Reden statt Gewalt. – Ein gutes Prinzip.

So jetzt reicht es mir auch. Nachdem auch ich dem Demonstrationszug 3 Stunden lang hinterher oder besser gesagt voraus gejoggt bin, war ich total durchgeschwitzt und nassgeregnet.

Mein Fazit: Keinen einzigen Aluhut und keine Reichsflagge gesehen. Dafür lachende, freundliche Menschen, teilweise mit Familie, die sich von der Regierung übergangen und betrogen fühlen. Die sich auch Sorgen um die Gesundheit und die Zukunft Ihrer Kinder machen.

Prügelnde Polizei? – Fehlanzeige! Dafür viele junge Beamte, die am Wochenende Überstunden schieben und ihr Möglichstes tun um Demonstranten vor dem fließenden Verkehr und vor Gegendemonstranten zu schützen. Auch wenn Sie mal eine genervte Antwort geben, wenn Sie im Stress sind – mein allerhöchsten Respekt vor diesem Beruf!

Heute konnte ich viele meiner eigenen Vorurteile abbauen und mal in echt sehen, wie das Leben ohne Fernseher aussieht.

Wohin man auch schaut: Alles Menschen wie ich und Du.

Es ist immer leichter Menschen (mit oder ohne Uniform) in Schubladen zu stecken, anstatt sich mit Ihnen im Gespräch auseinanderzusetzen.
Es gab mal eine Zeit, da waren wir genau darauf so stolz.

Da sag ich nur: „Wir schaffen das auch wieder!“

2 Gedanken zu „Stuttgart 13.03.2021

  • 16. März 2021 um 23:26
    Permalink

    Klasse Berichterstattung und tolle Bilder

    Danke!!!!

    Antwort
  • 20. März 2021 um 23:01
    Permalink

    Tolle Seite. Du schreibst sachlich und wertschätzend, sowohl über die Demonstranten als auch die Polizisten. Gutes Verhältnis zwischen Bildern und Text. Trotz des brisanten Themas hat es eine gewisse Leichtigkeit und ein Augenzwinkern. Gerne mehr davon!

    Antwort

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