Liebesbrief an Landrat Bernhard

Zur Einleitung informiert Frau Fischer: „Die Inzidenzen im Landkreis Böblingen sind momentan bei ca. 30, also weit unterhalb der Bundesnotbremse von 100. Diese sieht unter anderem vor, dass unterhalb dieser Marke das Testen an Kindergärten und Schulen ausgesetzt wird. Landrat Bernhard hatte aber verfügt, dass inzidenzunabhängig die Testung auch an Kindergartenkindern weiterhin durchgeführt werden soll. In der Außendarstellung wird Einigkeit mit der Elternschaft signalisiert. Doch der Schein trügt. Es brodelt. Und da am Dienstag den 08.06.2021 in der AG Corona sich Landrat und Oberbürgermeister beraten, wurde eine Eilversammlung vor dem Landratsamt Böblingen angemeldet.“

Eltern aus verschiedenen Städten im Landkreis fanden sich am Montagmorgen um 7.00 Uhr ein, um mit Transparenten ihren Unmut über die Entscheidung des Landrats kundzutun.

Markus, ein Familienvater aus Renningen, meint dazu: „Das ist schon sehr kühn zu behaupten, dass die meisten mit den Testungen einverstanden sind. Meistens wird das daraus abgeleitet, dass die meisten Ihre Kinder testen lassen. Aber was bleibt einem denn schon anderes übrig? Als Berufstätiger ist man auf die Kinderbetreuung und Schule angewiesen. Von Freiwilligkeit kann man da nicht sprechen. In Leonberg gab es sogar eine offizielle Umfrage, die ergeben hat, dass über 60% der Elternschaft der Testung ablehnend gegenüberstehen.“

„Das deckt sich mit unseren Erfahrungen!“ , meint Michael, „Wir haben eine Unterschriftensammlung an unserem Kindergarten gemacht. Über die Hälfte hat sich dagegen ausgesprochen. 20 Prozent haben am ersten Tag der Testpflicht Ihr Kind erst gar nicht in den Kindergarten gebracht. Nur 5 haben sich bei der Umfrage explizit dafür ausgesprochen.

„Wir haben bis jetzt alle Maßnahmen mitgetragen, aber jetzt ist Schluss!“, meint Illona, Mutter zweier Kleinkinder. „Die rote Linie ist überschritten. Bei all den Maßnahmen darf man nicht vergessen, auf wessen Rücken diese ausgetragen werden. Ausserdem ist völlig unklar, ob die Tests wirklich geeignet sind um dauerhaft angewendet zu werden. Wie stark werden die Nasenschleimhäute beanspruch? Gelangen Schadstoffe in den Körper? Was macht es mit der Psyche der Kinder? Das sind offene Fragen, die nicht einfach übergangen werden dürfen, zumal es ja unsere Kinder sind. Und die wachsen ja auch noch.“ Alle Anfrage in Richtung Landratsamt oder Gesundheitsamt werden nur mit Standardschreiben beantwortet und persönliche Gespräche abschlägig beschieden. Echter Dialog mit den betroffenen Eltern findet nicht statt.

Deshalb gibt es heute noch einmal eine Protestnote mit der expliziter Aufforderung zum Dialog mit den betroffenen Eltern. Frau Fischer von „Eltern für Kinder LKBB“ übergibt die Protestnote an den Pressesprecher Herrn Dusan Minic, stellvertretend für Landrat Bernhard. Zeitgleich wurden ebenfalls die anderen Beteiligten Ämter, Fachleute und Oberbürgermeister angeschrieben, um auf den Missstand aufmerksam zu machen.

Wie diese Geschichte ausgeht und ob es die Meinungsgegner an einen Tisch schaffen, berichten wir das nächste Mal, wenn es wieder heißt: „Echte Bilder – klare Worte“

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